Das Bedürfnis, bei Konflikten aus der Beziehung zu fliehen, kann tatsächlich mit Traumareaktionen zusammenhängen. Hier sind einige mögliche Gründe:
Mögliche Traumareaktionen hinter dem Fluchtimpuls
- Überforderung des Nervensystems: Streits können dein Nervensystem in einen Alarmzustand versetzen, der an vergangene bedrohliche Erfahrungen erinnert. Die Flucht erscheint dann als Überlebensmechanismus.
- Frühere Bindungsverletzungen: Wenn Konflikte in der Vergangenheit mit Gefahr, Verlassenheit oder emotionaler Überwältigung verbunden waren, kann dein Körper heute ähnlich reagieren.
- Dissoziation als Schutzmechanismus: Das "Weggehen" (physisch oder emotional) kann eine Form der Dissoziation sein - eine Bewältigungsstrategie, um schmerzhafte Gefühle nicht spüren zu müssen.
- Erlernte Schutzstrategie: In früheren Beziehungen oder der Kindheit hast du vielleicht gelernt, dass Rückzug der einzige Weg ist, um emotional sicher zu bleiben.
Was du tun kannst
- Selbstmitgefühl entwickeln: Deine Reaktion ist verständlich und diente ursprünglich deinem Schutz.
- Kleine Schritte wagen: Versuche, Konflikte in kontrollierten Dosen zu üben, vielleicht mit Unterstützung.
- Kommunikation außerhalb von Konfliktsituationen: Sprich mit deinem Partner über dieses Muster, wenn ihr beide ruhig seid.
- Professionelle Unterstützung: Ein Traumacoaching kann helfen, diese Muster zu verstehen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Termin vereinbaren
Dein Fluchtimpuls ist keine Charakterschwäche, sondern eine verständliche Reaktion auf frühere Erfahrungen. Mit Geduld und Unterstützung kannst du lernen, mit Konflikten auf neue Weise umzugehen.

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